TRÉS CHIC // Mirage 2000 – der Kult-Jet vom Pröll-Team
Wenn ein Team gut drei Jahre intensiv an einem Modell arbeitet, dann sollte dabei auch etwas richtig Geniales herauskommen. Dem Pröll-Team ist diese gelungen. Nach drei Jahren Denk- Konstruktions- und Bauzeit war sie endlich fertig, die Mirage 2000.
Die Macher in diesem Projekt sind Manfred, Thomas und Michael Pröll, kurz gesagt das Pröll-Team, das sich nun schon seit über 20 Jahren einen Namen mit innovativen Ideen auf experimentellem Neuland in der Speed-, Pulso- und Turbinenszene gemacht hat. Den modellbautaktischen Werdegang dieses Trios möchten wir zum besseren Kennen lernen einmal kurz umreißen.
Know-how vom Feinsten
Anfang der 90er-Jahre kamen die Prölls mit dem Thema Pulso in Berührung, nachdem die Vorreiter und Vordenker dieser Triebwerksidee ihre Zweckmodelle damit bereits erfolgreich geflogen hatten. Intensive Kontakte und ein konstruktiver Gedankenaustausch unter gleichermaßen begeisterten Bastlern führten dann zur Einbindung des Pröll-Teams in die ersten Herstellungsprozesse kleiner Serien. Thomas war nämlich schon damals in der Lage, VA-Bleche von nur 0,3 Millimeter Stärke sauber zu schweißen, und irgendwann hat es ihn dann auch gepackt, Pulso-Triebwerke zu konstruieren und praktisch einzusetzen. Gemeinsam mit Vater Manfred entstanden so erste Muster, und es gelang ihnen, die Triebwerksleistung innerhalb eines Jahres durch konstruktive Verbesserungen von etwa 5 Kilopont (kp) Schub auf 8 kp zu steigern. Geflogen werden diese Pulso-Triebwerke von ihnen nun schon seit 18 Jahren, und das bis heute unfallfrei. Das vor Jahren noch gegebene Problem gravierender Störungen durch die Hochspannungszündung dieser Triebwerke ist heute dank der von ihnen verwendeten Weatronic-Dual-2,4 GHz-FHSS RC-Komponenten kein Thema mehr.
1994 wurde vom „Vater des Turbinenbaus“ Kurt Schreckling erstmalig eine leidlich funktionierende Turbine vorgestellt, was den Prölls wiederum eine neue Virusinfektion bescherte. Nach schon zuvor gesammelten eigenen Erfahrungen mit einem LKW-Turbolader vom Schrottplatz und ersten nachgesetzten Brennkammermodellen folgten diverse Fehlversuche mit angesengten Ohren und schwarzen Nasen, aber das minderte keineswegs die Begeisterung, bis sich dann die ersten Erfolge mit konstantem Schub bei Propangasbetrieb einstellten.

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